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Arbeit im Büro gesund gestalten

Psychische Gesundheit von Führungskräften

Zu wenig Stressprävention im Management

In Forschung und Praxis der betrieblichen Gesundheitsförderung wurde der Präventionsbedarf von Führungskräften bisher nur wenig berücksichtigt, heißt es in der Pressemitteilung des Zentralinstitus für seelische Gesundheit in Mannheim. Dabei hätten gerade Führungskräfte aufgrund ihrer hohen Belastungen ein erhöhtes Risiko für psychische Beeinträchtigungen.

Professor Zimber untersuchte in der Studie deren Entstehungsbedingungen. Dabei war der zentrale Analysegegenstand psychische Beeinträchtigungen wie beispielsweise Gereiztheit, Nicht-Abschalten-Können, Erschöpfung bis hin zu Angstsymptomen. Diese wurden weit überwiegend als Reaktionen auf die hohen beruflichen Anforderungen erklärt.

Ein Teil der Interviewten hatten in der Vergangenheit alle Warnzeichen ignoriert und waren sozusagen erst durch gesundheitlichen Schaden klug geworden. Stressprävention für Führungskräfte kann somit nur dann Erfolg haben, wenn Unternehmen, Hausärzte und die Führungskräfte stärker für die psychischen Risiken der Führungstätigkeit sensibilisiert werden. Ein weiterer Präventionsansatz bestehe in der Vermittlung von aktiven Bewältigungs- und Erholungsmöglichkeiten, heißt es weiter.

Die "Frankfurter Rundschau" hat in ihrer Ausgabe vom 16. August 2016 dem Thema einen Artikel gewidmet mit dem Titel "Wenn der Chef am Ende ist".

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