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Arbeit im Büro gesund gestalten

Betriebliche Gesundheitsförderung: Wer macht überhaupt mit?

Wichtig sind persönlicher Nutzen und Motivation

Am Beispiel eines kognitiven Trainings zur Qualifizierung älterer Arbeitnehmer aus der Produktion untersuchte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin neben Wirksamkeit der Maßnahme auch deren Umsetzung und Durchführung. Am Trainingsangebot nahmen 120 Beschäftigte eines Automobilherstellers teil, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 40 Jahre alt waren. Ziel dieser Prozessevaluation war es, zu ermitteln, welche Mechanismen die Teilnahme am kognitiven Training steuerten.

Besonders entscheidend für eine erfolgreiche Teilnahme seien neben der Unterstützung durch den Betrieb, der angenommene persönliche Nutzen sowie die Motivation. Dabei bedingen sich die letztgenannten: Die Teilnehmer schätzten die Erfolgsaussichten der Maßnahme für sich selbst deutlich höher ein als Mitarbeiter, die nicht daran teilnahmen. Auch auf die Wirksamkeit der Maßnahme nimmt die Motivation Einfluss. Teilnehmer, die die gesamte Trainingszeit positiv bewerteten, verbesserten schließlich ihre kognitive Leistungsfähigkeit. Daher sollte bei einer Intervention auch der subjektive Bedarf berücksichtigt werden. Darüber hinaus wurden besonders Zeitmangel und hoher Aufwand als Gründe gegen eine Teilnahme angegeben. Hier spielt die familiäre Situation eine ausschlaggebende Rolle. Um die Teilnahmebereitschaft zu steigern, könnte das Angebot in die Arbeitszeit verlegt werden. Zudem zeigte sich, dass ein Programm nicht für alle Teilnehmer gleichermaßen geeignet ist. Neben dem Entscheidungsprozess sollten daher auch die individuellen Voraussetzungen der Mitarbeiter in die Interventionsmaßnahme aufgenommen werden.

"Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit durch eine Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung - Untersuchung zum Teilnahme- und Teilnehmerverhalten"; Kirsten Haas; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2016; 978-3-88261-174-8, 172 Seiten. Den Bericht gibt es im Internetangebot der BAuA.

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