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Immer mehr atypische Beschäftigung

Teilzeit - eine Folge traditioneller Rollenbilder

Am stärksten verbreitet ist atypische Beschäftigung in den westdeutschen Flächenländern: Schleswig-Holstein kommt mit 43,1 Prozent auf den höchsten Wert, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 42,2 und Niedersachsen mit 41,7 Prozent. Auf Stadt- und Kreisebene weist Delmenhorst mit 54,1 Prozent die höchste Quote atypischer Jobs auf. Im Osten Deutschlands sind die Werte meist deutlich niedriger. Toralf Pusch, Arbeitsmarktexperte des WSI, führt dies auf andere Erwerbsmuster bei Frauen zurück. Dass Frauen im Westen deutlich häufiger atypisch beschäftigt sind, liege unter anderem an traditionellen Rollenbildern sowie an unzureichenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Am niedrigsten ist der Anteil atypischer Beschäftigung auf Länderebene in Thüringen mit 36 Prozent. Auf den mit Abstand niedrigsten Wert unter den Städten und Kreisen kommt Wolfsburg mit 23,1 Prozent.

Den WSI-Daten zufolge arbeiten etwa 22,4 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Teilzeitjobs. Diese Gruppe macht den größten Anteil der atypischen Beschäftigung aus. Längst nicht jede Teilzeitbeschäftigung sei prekär, betont Pusch. Doch häufig entspreche Teilzeit nicht den eigentlichen Wünschen der Beschäftigten. Der Anteil der besonders schlecht bezahlten und abgesicherten Minijobber im Haupterwerb ging erstmals seit längerem merklich zurück – er sank um 0,7 Prozentpunkte auf 14,4 Prozent an der Gesamtbeschäftigung.

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