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Arbeit im Büro gesund gestalten

Weniger tödliche Arbeitsunfälle

Mehr Wegeunfälle und mehr Berufskrankheiten

Allerdings kam es auf dem Weg zur Arbeit oder von dort nach Hause zu 178.009 Unfällen, das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bemerkenswert ist der Rückgang der tödlichen Arbeitsunfälle: Ihre Zahl sank um 45 auf 438. Sollte diese Zahl auch durch die endgültigen Kennzahlen bestätigt werden, wäre dies die geringste Anzahl von tödlichen Arbeitsunfällen, die den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen jemals in einem Jahr gemeldet wurden. 348 Versicherte kamen bei einem Wegeunfall ums Leben, 26 mehr als 2014.

Bei den Anzeigen auf Verdacht auf eine Berufskrankheit zeichnet sich für 2015 dagegen eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr ab. Über 77.000 Mal machten Ärzte, Krankenkassen, Versicherte oder deren Arbeitgeber im vergangenen Jahr 2015 eine Meldung an die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen - ein Anstieg um 7,6 Prozent gegenüber 2014.

Dazu erklärt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): "Diese Zunahme mag im ersten Moment erstaunen, erklärt sich aber im Wesentlichen dadurch, dass 2015 vier neue Berufskrankheiten in die Berufskrankheitenliste aufgenommen wurden: der so genannte 'weiße Hautkrebs', das Carpaltunnel-Syndrom, das Hypothenar-Hammer-Syndrom sowie Kehlkopfkrebs durch Exposition gegenüber Schwefelsäuredämpfen." Da Hautkrebs und Carpaltunnel-Syndrom sehr häufig aufträten - sie gelten auch als Volkskrankheiten -, seien Verdachtsanzeigen in dieser Größenordnung zu erwarten gewesen. Den Rückgang der Unfallzahlen begrüßte der DGUV-Hauptgeschäftsführer ausdrücklich, betonte aber, dass noch eine Menge zu tun bleibe: "Unser Ziel bleibt die Vision Zero: Niemand darf bei der Arbeit das Leben verlieren."

Quelle: Pressemitteilung der DGUV Logo Ergo Online
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