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Arbeit im Büro gesund gestalten

Lärm in Mehrpersonenbüros

Beschäftigte in die Planung einbeziehen

Im Jahr 2017 hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) 13 Mehrpersonenbüros nach DIN EN ISO 3382-3 akustisch vermessen. Lediglich vier Büros erreichten (unter Einschränkungen) eine Raumakustik-Klasse nach E VDI 2569. Dies liegt einerseits an den verschiedenen Messeinschränkungen beider Normen. Andererseits wurde die Unterstützung des IFA meist in Fällen aufgesucht, in denen Probleme in Büros auftraten oder Beschäftigte sich vermehrt beschwerten. Verschiedene häufig auftretende Fehler aus akustischer Sicht konnten dokumentiert und grundlegende Empfehlungen ausgesprochen werden. So gibt es kein akustisches „Kochrezept“ für die Gestaltung eines Mehrpersonenbüros. Eine grundlegende akustische Gestaltung ist jedoch zwingend notwendig, um die Büros anschließend entsprechend ihrer Nutzungsart einrichten zu können. Eine organisatorische Aufteilung sowie Zonierung kann je nach Branche zu einem akzeptablen und arbeitnehmerfreundlichen (und dadurch auch arbeitgeberfreundlichen) Mehrpersonenbüro führen. Dazu sollten im Einzelfall Akustikberater und Fachplaner konsultiert und im Sinne einer hohen Akzeptanz auch die Beschäftigten in die Planung mit einbezogen werden. Während raumakustische Messungen die physikalischen Gegebenheiten untersuchen, sind weitere Messungen und Befragungen zur subjektiven Empfindung der Beschäftigten in solchen Arbeitsumgebungen notwendig. Dazu müssen Messungen während der Arbeitszeit durchgeführt werden und Zusammenhänge zwischen perzeptiver und instrumenteller Erfassung hergestellt werden.

Der gesamte Aufsatz wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Verfügung gestellt. 

 

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