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Arbeit im Büro gesund gestalten

ver.di: Gegen Druck hilft Gegendruck

Regelungen gegen Stress im Betrieb fehlen viel zu oft

68 Prozent der Befragten im Westen und 77 Prozent der Betroffenen im Osten berichten, dass die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren zugenommen habe. Die überwältigende Mehrheit der Befragten (77 Prozent) würde es begrüßen, wenn es Regelungen geben würde, die Stress und Belastungen mindern. Befragt wurden abhängig Beschäftigte einschließlich Auszubildende sowie Beamtinnen und Beamte zur wachsenden Arbeitsbelastung und Entgrenzung.

Die hohe Arbeitsbelastung führt den Umfrageergebnissen zufolge auch dazu, dass sich mehr als ein Fünftel der Befragten (22 Prozent) durch ihre Arbeitssituation oftmals überfordert fühlt. Ein deutliches Indiz für den zunehmenden Druck ist dabei die so genannte Entgrenzung: Zur Normalität in der Arbeitswelt gehört es mittlerweile, dass die Mehrheit der Beschäftigten für ihre Vorgesetzten immer erreichbar ist – dies berichten 62 Prozent der Befragten im Osten und 57 Prozent im Westen. Die Betroffenen fühlen sich nur unzureichend geschützt und bemängeln, dass in mehr als der Hälfte der Betriebe keine Regelungen existieren, die Stress und Belastungen einzugrenzen helfen.

ver.di veranstaltete im November eine Aktionswoche "Gute Arbeit - ohne Druck". Mehr dazu unter www.verdi.de (unter "Themen", "Arbeit", "Gute Arbeit"). Dort gibt es auch ein Booklet mit dem Titel „Gegen Druck hilft Gegendruck“. Das gibt einen schnellen Überblick darüber, was das Arbeitsschutzgesetz regelt, wie man seinen persönlichen Index für Gute Arbeit ermitteln kann, was Gefährdungsbeurteilungen sind, wie man Überlastungsanzeigen macht und sich im Büro mit kleinen Übungen entspannen kann.


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