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Grundwissen
Nacht- und Schichtarbeit

Autorin: Andrea Fergen, Michaela Böhm

Übersicht zu Nacht- und Schichtarbeit

  • Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten nimmt zu, Schichtarbeit heißt regelmäßiges Arbeiten früh, spät oder nachts.
  • Nacht- und Schichtarbeit stellt eine erhöhte gesundheitliche Belastung dar.
  • Auch die soziale Lebensqualität wird beeinträchtigt.
  • Ergonomische Schichtpläne mindern die Gesundheitsgefahren.
  • Beschäftigte in Nachtarbeit haben spezielle Schutzrechte.

Immer mehr arbeiten zu unüblichen Zeiten

Schichtarbeit nimmt zu. Mehr als 19 Millionen Menschen arbeiten zu ungewöhnlichen Zeiten, beispielsweise in Schicht, nachts (2,7 Millionen) oder am Wochenende und an Feiertagen (4,2 Millionen). Das sind 51 Prozent aller Beschäftigten. (Angaben für 2003)

Die Ausdehnung von Arbeitszeiten abends, nachts und an Wochenenden hat ökonomische und gesellschaftliche Ursachen. Je größer der Betrieb, desto wahrscheinlicher ist es, dass dort Bereiche in wechselnden Schichten arbeiten. In Produktionsbranchen sind es die Maschinenlaufzeiten, die immer häufiger maximal ausgenutzt werden sollen, um Kosten zu senken und Renditen zu steigern. In den Dienstleistungsbereichen wird den Kunden und Kundinnen ein Rund-um-die-Uhr-Service geboten (z.B. in Call Centern, im IT-Service oder im Handel), gesellschaftliche Trends spielen hier eine Rolle und der hohe Wettbewerbsdruck.

Nacht- und Schichtarbeit hat viele Gesichter

Es gibt die Wechselschicht (Arbeit zu festgelegten, wechselnden Zeiten), die Dauernachtschicht, Schichtsysteme mit und ohne Nachtschicht, ebenso wie mit und ohne Wochenendarbeit. Schichtsysteme mit 24 Stunden täglicher Betriebszeit inklusive Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit heißen Konti-Schichten. Im Handel gibt es rollierende Schichten mit wechselnden Anfangs- und Endzeiten. Auch flexible Arbeitszeitsysteme können mit sehr früher oder sehr später Arbeitszeit verbunden sein, das ist allerdings keine Schichtarbeit.

Schichtarbeit ist Arbeit zu wechselnden Tageszeiten, bei der die Arbeitsplätze zur Verlängerung der täglichen Betriebszeit mehrfach besetzt werden. 

Das Arbeitszeitgesetz AZG definiert die Nachtarbeit: Nachtarbeit ist jede Arbeit die zwischen 23 und 6 Uhr mehr als 2 Stunden dauert.

Besondere Belastung Schichtarbeit

Keine Schichtarbeit ist besser als jeder noch so gute Schichtplan. Denn Nacht- und Schichtarbeit stellen eine besondere Belastung dar. Der Mensch ist tagsüber aktiv und leistungsfähig und nicht nachts.


Bild 1: Tageszeitlicher Verlauf der physiologischen Leistungsbereitschaf: Bei gleichbleibender Arbeitsanforderung beträgt die Arbeitsbelastung nach diesem Modell in der Spätschicht 13 % und in der Nachtschicht 56 % gegenüber der Frühschicht. (Quelle: Hahn 1987)

Deshalb ist es wichtig zu prüfen, ob sie sich nicht vermeiden lässt. Geht das nicht, sollte versucht werden, die größten negativen Folgen abzumildern. Das kann durch eine intelligente Schichtplangestaltung gelingen.

Auswirkungen von Schichtarbeit

Schichtarbeit hat gesundheitliche und soziale Auswirkungen für die Betroffenen.

Gesundheitliche Auswirkungen

Schichtarbeiter/-innen arbeiten und schlafen gegen die innere Uhr. Denn Geist und Körper sind tagsüber auf Leistung eingestellt, nachts aber auf Erholung und Ruhe. Durch die Störungen des biologischen Tagesrhythmus sind Nacht- und Schichtarbeitende einer besonderen gesundheitlichen Belastung ausgesetzt. Nachts funktioniert der Mensch anders, die Leistungskraft ist geringer und viele Funktionen wie z.B. die Verdauung, Herz-Kreislaufsystem, Nervensystem, Stoffwechsel oder Atmung sind zurückgedreht. Weil Nachtschichtarbeitende tagsüber schlafen müssen, kommt es zu weniger Tiefschlaf- und Traumphasen, die Schlafdauer ist kürzer. Erschwerend kommt hinzu, dass Nachtarbeiter dann schlafen müssen, wenn der Lärm am größten ist.

Nachtarbeit führt nicht automatisch zu Krankheiten, aber es ist ein zusätzlicher Risikofaktor. Arbeitswissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Gesundheitszustand bei Schichtarbeitern im Vergleich zu Tagschichtarbeitenden deutlich schlechter ist. Wer nachts arbeitet, hat das höchste Risiko. Nachtarbeit ist gesundheitsschädlich, so stellte es folgerichtig das Bundesverfassungsgericht 1992 fest.

2007 hat die internationale Agentur für Krebsforschung IARC Schichtarbeit als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Eine Reihe von neueren Studien hat den Verdacht auf ein erhöhtes Risiko für Krebs bei Nachtarbeit nachgewiesen, allerdings nicht alle. Die gesetzliche Unfallversicherung DGUV hat 2012 einen Bericht vorgelegt, in dem sie zum Schluß kommt, dass gegenwärtig kein erhöhtes Risiko für Krebs durch Nachtarbeit besteht und darauf hinweist, dass die Gründe für ein möglicherweise erhöhtes Brustkrebsrisiko von Nachtarbeiterinnen noch nicht hinreichend geklärt seien.

Zu den häufigsten Gesundheitsstörungen bei Schichtarbeit gehören:

  • Schlafstörungen
  • Appetitstörungen, Magenbeschwerden, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Sodbrennen
  • Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nervosität, innere Unruhe, Reizbarkeit, Händezittern
  • vorzeitige Ermüdung, bis hin zu Herz-, Kreislauferkrankungen

Die Folgen bleiben nicht aus: Frühverrentungen sind bei Beschäftigten, die Schichtarbeit geleistet haben, häufiger.

Soziale Auswirkungen

Schichtarbeit beeinträchtigt das familiäre und soziale Leben. Wer abends oder nachts in Schicht arbeitet, muss auf vieles verzichten, etwa auf regelmäßige Kurse, Sporttraining, politische, kulturelle oder religiöse Veranstaltungen, auf Aktivitäten am Wochenende. Das sind Stressfaktoren! Die gesamte Familie muss sich auf die Schichtarbeit einstellen und Rücksicht nehmen. Jeder Kontakt mit Freunden und Verwandten muss langfristig geplant werden.

Frauen trifft es doppelt

Frauen sind wegen ihrer Familienverantwortung in besonders starkem Maße durch Schichtarbeit belastet. Oft wählen sie die Nachtschicht um die Betreuung der Kinder am Tage zu sichern. Dies gilt so nicht für Männer.

Die Versorgung der Kinder allerdings lässt sich nicht mit den Erholungsbedürfnissen der Schichtarbeitenden vereinbaren. Frauen in Schichtarbeit mit Nachtschicht haben deutlich weniger Schlaf als Männer und äußern häufiger gesundheitliche Beschwerden.

Das Internationale Krebs-Forschungszentrum (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt in einer Studie im Dezember 2007 zum Schluss, dass Frauen in Langzeit-Nachtarbeit ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben und bezeichnet Nachtarbeit als "wahrscheinlich mäßig krebserregend für Menschen". (vgl. www.iarc.fr )

Gestaltung von Schichtarbeit

Im Mittelpunkt einer humanen Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit steht der Schichtplan, ebenso müssen die Arbeitsbelastungen und Leistungsanforderungen sowie weitere Rahmenbedingungen gestaltet werden.

Gute Schichtarbeit beinhaltet:

  • ergonomischer Schichtplan nach arbeitwissenschaftlichen Erkenntnisse
  • Begrenzung der Schichtarbeitszeit (im Jahr, im Arbeitsleben)
  • Zeitausgleich für erhöhte Belastung (bezahlte Pausen, verkürzte Jahresarbeitszeit)
  • Angemessenen Leistungsanforderungen
  • Bewältigbare Arbeitsbelastungen (regelmäßige Gefährdungsbeurteilung)
  • regelmäßige Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Zugang zu Weiterbildung
  • Angemessene Ernährung und Wohnverhältnisse
  • evt. zusätzlicher ökonomischer Ausgleich – Schichtzulagen
Vorteile ergonomischer Schichtpläne

Einen optimalen Schichtplan gibt es nicht. Allerdings lassen sich negative Folgen mindern, wenn Empfehlungen von Arbeitswissenschaftlern und –medizinern befolgt - Schlaf- und Gesundheitsbeeinträchtigungen werden weniger.

  • Die Leistungsfähigkeit während der Arbeitszeit steigt.
  • Die Chance, an Veranstaltungen bzw. Weiterbildungskursen teilnehmen zu können, ist größer.
  • Die Teilhabe an sozial wertvoller Zeit nimmt zu.

Gute Schichtpläne minimieren die Nachtarbeitszeit, sie sichern ausreichende Erholzeit, sie folgen einem natürlichen Rhythmus und sie sichern ausreichend Freizeit und Familienzeit.

Die wichtigsten Merkmale eines ergonomischen Schichtplans (Details und Hintergründe siehe Checkliste)

Schichtfolge
Rotation schnellrotierend mit maximal 2-3 Tagen gleicher Schicht
Rotationsrichtung vorwärts (früh – spät – nacht)
Dauer und Verteilung der Arbeitszeiten
Arbeitstag-Blöcke pro Woche maximal 5 Arbeitstage in Folge
Nachtschicht-Blöcke maximal 3 Nachtschichten hintereinander
Schichtdauer nicht mehr als 8 Stunden
Ruhezeit zwischen den Schichten 12 Stunden, nach der Nachtschicht mindestens 24 – besser 48 Stunden
Freizeit mindestens 1 freier Abend zwischen Montag und Freitag
Lage der Arbeitszeit
Beginn Frühschicht nicht vor 6 Uhr
Ende Spätschicht nicht später als 22 Uhr
Ende Nachtschicht möglichst früh 6 Uhr
Wochenendarbeit mindestens 1 freier Wochenendtag, mindestens 15 freie Wochenenden im Jahr
Zeitraum Schichtplan

überschaubar - maximal 12 Wochen, planbare Änderungen

Die gesetzlichen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes AZG sind Mussvorgaben für eine Schichtplangestaltung. Dazu gehören die tägliche Arbeitszeit, die Wochenarbeitszeit, Pausen und die Ruhezeiten sowie die Bestimmungen zur Sonntagsarbeit. Das AZG fordert ebenso von den Verantwortlichen im Betrieb, dass die Nacht- und Schichtarbeit nach den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die menschengerechte Gestaltung der Arbeit festzulegen ist (§ 6 ArbZG).

Schichtpläne mit Hilfe einer Software erstellen

Die obige Tabelle macht deutlich, dass die Erstellung von Schichtplänen nicht ganz einfach ist. Zur Unterstützung gibt es EDV-Prgramme, allerdings nur sehr wenige, die die arbeitswissenschaftlichen Kriterien beinhalten.

Die IG Metall hat gemeinsam mit dem TÜV Nord eine verbesserte Update-Version der Software „Optischicht“ erstellt. Die Software ist nach ein paar Stunden Einarbeitungszeit ohne Schulung zu bedienen und eignet sich für alle Betriebe, in denen Schicht gearbeitet wird.

Mit dieser Software ist es möglich, ein Schichtplan zu berechnen und gleichzeitig arbeitswissenschaftliche und – medizinische Anforderungen zu berücksichtigen. Bis zu einem Dutzend Kriterien können in eine Rangfolge gebracht werden. Weil nicht sämtliche Kriterien gleichzeitig beachtet werden können (manche stehen sich entgegen), ist es wichtig, Prioritäten zu setzen und Kompromisse zu machen.

Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht sollten mindestens folgende Kriterien für einen Schichtplan berücksichtigt werden:

  • keine verbotenen Schichtfolgen (Nacht-Früh, Spät-Früh, Nacht-Spät)
  • nicht mehr als drei Nachtschichten hintereinander
  • Vorwärts rotieren: Früh-Spät-Nacht
  • Nicht mehr als 5 Gesamtschichten in Folge
Alte Schichtpläne überprüfen

Mit Optischicht ist es überdies möglich, vorhandene Schichtpläne nach arbeitswissenschaftlichen Kriterien zu überprüfen. Die Software eignet sich deshalb auch zur Gefährdungsbeurteilung von Schichtarbeit.

Gemeinsam den Schichtplan entwickeln

Neue Schichtmodelle kann man nicht verordnen, sie funktionieren nur gemeinsam mit der Belegschaft. Deshalb heißt es: Betroffene einbeziehen. Eine ausführliche Diskussion des alten Schichtplans und die frühzeitige Information aller betroffenen Beschäftigten über mögliche Änderungen sind zu empfehlen. Dabei gilt es, die gesetzlichen und tariflichen Regelungen zu beachten und die betrieblichen Belange zu berücksichtigen.

Die externe Unterstützung durch Arbeitswissenschaftler/-innen, gewerkschaftliche Berater/-innen oder Gesundheitsschützer sichert die Qualität. Schrittweises Vorgehen ist angesagt, denn nicht alles lässt sich vorhersehen.

Der Start der Schichtplanumstellung kann dann mit einer Abteilung laufen, die dazu bereit ist. Pilotphasen machen flexibel und können mit Beschäftigten und der Interessenvertretung vereinbart werden. Schichtsysteme lassen sich am besten beurteilen, wenn die Betroffenen sie  ausprobiert haben und eine Auswertung mit den Betroffenen stattfindet.

Rechte des Betriebs- und Personalrats

Die Interessenvertretung hat bei Einführung von Schichtarbeit sowie bei der Schichtplangestaltung weit reichende Mitbestimmungsrechte. So hat der Betriebsrat auf der Grundlage des BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 2  und Nr. 7 und der Personalrat nach § 75 Abs.3 Nr.1 BPersVG mitzubestimmen bei Einführung, Ausgestaltung und Änderung von Schichtarbeit, unabhängig davon, ob der gesamte Betrieb oder nur ein Betriebsteil betroffen ist. Kurzum: Das Ob und Wie von Schichtarbeit geht nicht ohne die Interessenvertretung.

Rechte der Beschäftigten

Der Gesetzgeber hat einige personenbezogenen Vorschriften zum Schutz von Nacht- und Schichtarbeitenden erlassen. Wichtig ist hierfür das Arbeitszeitgesetz § 6. Für tarifgebundene Betriebe gelten darüber hinaus die Regelungen des jeweiligen Tarifvertrags.

  • Arbeitsmedizinische Untersuchung
    Nachtarbeitnehmer und Nachtarbeitnehmerinnen haben das Recht auf arbeitsmedizinische Betreuung auf Kosten des Arbeitgebers, wer über 50 ist in Abständen von einem Jahr.
  • Versetzung in die Tagschicht
    Nachtarbeitnehmer und Nachtarbeitnehmerinnen können vom Arbeitgeber die Umsetzung auf einen geeigneten Tagesarbeitsplatz verlagen, wenn arbeitsmedizinisch eine Gesundheitsgefährdung bei weiterer Nachtarbeit festgestellt wird, oder wenn ein im Haushalt des Beschäftigten lebendes Kind unter zwölf Jahren oder ein schwer pflegebedürftiger Angehöriger nicht von einer anderen im Haushalt lebenden Person betreut werden kann und dringende betriebliche Erfordernisse dem nicht entgegenstehen. In diesem Fall ist der Betriebsrat zu hören. 
  • Weiterbildung für Nachtarbeitende
    Nachtarbeitnehmer müssen den gleichen Zugang zu betrieblicher Weiterbildung und zu aufstiegsfördernden Maßnahmen haben wie die übrigen Beschäftigten. 
  • Ausgleich für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
    Soweit keine tarifliche Ausgleichsregelung besteht, sind vom Arbeitgeber für die während der Nachtzeit und an Sonn- und Feiertagen geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren.
  • Tägliche Höchstarbeitszeit
    Für die Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit von acht Stunden gilt bei Nachtarbeitenden ein deutliche verkürzter Ausgleichzeitraum von einem Kalendermonat. In diesen vier Wochen darf der Durchschnitt von acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. 
  • Schutz von Jugendlichen, Schwangeren und stillenden Müttern
    Nachtarbeit ist für Jugendliche (Jugendarbeitsschutz) und werdende bzw. stillende Mütter (Mutterschutz) verboten. Hierzu gibt es nur wenige Ausnahmen (Bäckereien, Landwirtschaft, Gaststätten).

Der Servicebereich

Rechtsquellen

Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitszeitgesetz (AZG)
    • § 6 Abs. 1 (Gestaltung nach gesicherten arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse)
    • § 6 Abs. 2 (tägliche Arbeitszeit und Ausgleichszeitraum)
    • § 6 Abs. 3 (arbeitsmedizinische Betreuung)
    • § 6 Abs. 4 (Umsetzung in Tagschicht)
    • § 6 Abs. 5 (Ausgleich für Nachtarbeitszeit)
  • Jugendarbeitsschutzgesetz
    • § 14 Nachtruhe
  • Mutterschutzgesetz
    • § 8 Mehrarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit
  •  Betriebsverfassungsgesetz (BetrvG)
    • § 87 Abs. 1 Nr. 2 (Mitbestimmung Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit…)
  • Betriebsverfassungsgesetz (BetrvG))
    • § 87 Abs. 1 Nr. 7 (Regelungen über die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie über den Gesundheitsschutz)
  • Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG)
    • § 75 Abs. 3 Nr 1 (Mitbestestimmung Arbeitszeit ..)
  • Hess. Personalvertretungsgesetz ((HPersVG)
      • § 74 Abs. 1 Nr. 9 (Mitbestimmung Arbeitszeit ...)
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
    • § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen  
       

Aktuelle wissenschaftliche Arbeitszeitforschung

Universität Oldenburg/Abt. Arbeits- und Organisationspsychologie in Kooperation mit der Gesellschaft für Arbeits-, Wirtschafts- und
Organisationspsychologische Forschung e.V. GAWO: 
Prof. Dr. F. Nachreiner
Projekt "Arbeitszeit und Gesundheit"
mit online-Fragebogen oder Fragebogen-download für abhängig Beschäftigte. Die anonyme Befragung läuft zur Zeit, Teilnahme ist erwünscht: http://www.gawo-ev.de/umfrage.htm  

Literatur

Zum Einlesen:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV (Hrsg.):
Schichtarbeit - Rechtslage, gesundheitliche Risiken und Präventionsmöglichkeiten.
DGUV Report 1/2012, bestellen unter www.dguv.de

BG ETEM (Hrsg.):
Schicht- und Nachtarbeit. Leben und arbeiten gegen die innere Uhr.
Kurzbroschüre 2012, Bezug unter www.bgetem.de

Meissner, Frank / Stockfisch, Dr. Christina:
Familienbewusste Schichtarbeit.
hg. von DGB Bundesvorstand, Berlin 2011, bestellen oder download unter www.dgb.de

IG Metall (Hrsg.):
Gute Arbeit im Schichtbetrieb? So werden Schichtpläne besser.
Arbeitsmappe des Projekts "Gute Arbeit", Frankfurt 2006
zu bestellen bei www.igmetall.de/gutearbeit , im Extranet der IG Metall (nur für IG Metall-Mitglieder) zum Herunterladen.

IG Metall (Hrsg.):
Der Arbeitszeit-TÜV. Wie gesundheitsverträglich sind unsere Arbeitszeiten?
Arbeitsmappe des Projekts "Gute Arbeit", zu bestellen bei www.igmetall.de/gutearbeit. Im Extranet der IG Metall (nur für IG Metall Mitglieder) zum Herunterladen.

Fergen, A. / Schweflinghaus, W.:
Gute Arbeit im Schichtbetrieb? Empfehlungen zur Gestaltung von Schichtplänen.
in: Arbeitsrecht im Betrieb 11/2006, S. 672 ff.

Schweflinghaus, W.:
Besser leben mit Schichtarbeit.
hg. v. Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BBK BV), Essen 2002, bestellen unter www.bkk.de


 Zum Vertiefen:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA):
Nichtvisuelle Wirkungen neuer Beleuchtungstechnologien.
Vortrag auf der Tagung: Dresdner Treffpunkt "Beleuchtung von Arbeitsstätten - neue Erkenntnisse und Regeln" am 09.05.2012, download unter www.baua.de (Wirkung von Licht auf die innere Uhr)

Brüning. Th.; Harth, V. u.a.:
Gesundheitliche Risiken durch Schichtarbeit? Eine Übersicht der aktuellen Literatur.
in: IPA-Journal 3/2009, download unter http://www.ipa.ruhr-uni-bochum.de/pdf/IPA-Journal03_09_Schichtarbeit.pdf

H. Grzech-Sukalo/K. Hänecke
Entwicklung einer Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf die Arbeitszeit.
hg. von Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund/Berlin 2008, download unter www.baua.de 

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V. (Hrsg.):
Leitlinie für Nacht- und Schichtarbeit.
Lübeck 2006, verfügbar als   download  ( 235 kb)

Beermann, B.:
Leitfaden zur Einführung und Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit.
hg. v. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Bremerhaven 2004
bestellen bei www.baua.de

weitere Bücher und Broschüren

Software

TÜV Nord Mobilität GmbH & Co. KG:
Optischicht - www.optischicht.de
Das EDV-Programm zur Schichtplangestaltung bestellt werden bei: TÜV Nord Mobilität GmbH & Co. KG, Steubenstraße 53, 45138 Essen, Tel.: 0201/8301912, Fax: 0201/8301929, Mail: optischicht@tuev-nord.de.
(Kosten 590 € zzgl. MwSt. Betriebsräte der IG Metall erhalten Optischicht zu einem ermäßigten Preis von 472 € zuzügl. MwSt. )

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:
EDV-Programm BASS 4.0, Version Dezember 2007
Softwareunterstützte Schichtplangestaltung,
funktionsfähige Demoversion kann unter http://www.gawo-ev.de herunter geladen werden.
Bestellung bei: www.baua.de

F. Nachreiner, C. Schomann, W. Stapel, P. Nickel, J. Eden, H. Grzech-Sukalo, K. Hänecke, N. Albrecht:
Softwaregestützte Arbeitszeitgestaltung mit BASS 4
Bremerhaven (Wirtschaftsverlag NW)  2005. (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 1064),  download bei www.baua.de

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Letzte Änderung: 17.7.2012

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Rechtsquellen
  • Arbeitszeitgesetz 


mehr

Forschung

Universität Oldenburg: Projekt "Arbeitszeit und Gesundheit"
www.gawo-ev.de/umfrage.htm   


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Literaturtipps
  • IG Metall: Gute Arbeit im Schichtbetrieb? So werden Schichtpläne besser. 


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Software
  • IG Metall und TÜV Nord: Optischicht 


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