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Grundwissen
TCO Certified - Gütesiegel für Bildschirme, PCs und IT-Geräte

Autor: Sabine Heegner / TCO Development

Übersicht

  • Die TCO-Gütesiegel helfen dem Käufer, sehr gute Qualitäts- und Umweltschutz-Standards bei IT-Geräten zu erkennen.
  • Das TCO-Zeichen ist das weitestgehenste und am breitesten aufgestellte Gütesiegel.
  • TCO fördert damit die Verbreitung nachhaltiger Verbrauchs- und Produktionsmuster.
  • Das Label setzt  auf laufend verbesserte ergonomische, ökologische und soziale Standards im Sinne umfassender Nachhaltigkeit.
  • TCO Certified ist die aktuellste Generation der TCO-Qualitäts- und Umweltzertifizierung für Bildschirme, Notebooks, PC´s, Tablet Computer und andere IT-Geräte.
  • Vergeben wird das Gütesiegel von TCO Development, ein Tochterunternehmen des Dachverbandes der schwedischen Angestelltengewerkschaft.
  • Mit dem Gütesiegel werden ergonomische Bildqualität und weitgehend schadstofffreie Geräte mit geringem Energieverbrauch garantiert.
  • Für TCO arbeiten unabhängige Prüflabore.

      Qualitäts- und Umweltzertifizierung TCO

      TCO Development arbeitet seit Beginn der 1990er Jahre an der qualitäts- und umweltbezogenen Zertifizierung von Bildschirmen und Büroausstattung. Dabei werden fortwährend Aktivitäten zur Verbesserung entwickelt und kontinuierlich die Anforderungen an die Hersteller entsprechend dem Stand der Technik und der wissenschaftlichen Erkenntnisse heraufgesetzt. Zertifiziert werden können derzeit Bildschirme, tragbare Computer/ Notebooks, Tastaturen, Systemeinheiten, Tablett-Pc´s, Headsets und Projektoren.

      Die nachhaltige Gestaltung, Herstellung und Verwendung von IT-Produkten nach ökologischen, sozialen und ökonomischen Prinzipien bildet das Fundamentvon TCO Certified und die Vision von TCO Development.

      Die Organisation TCO Developement

      Das TCO-Gütesiegel wurden in den achtziger Jahren vom Dachverband der schwedischen Angestelltengewerkschaften initiiert. Damals diskutierten Fachleuten die gesundheitsschädigenden Auswirkungen der Seharbeit an Röhrenbildschirmen und vor allem der Wirkung der Bildschirmstrahlung. Das erste Siegel gab es 1992 für strahlungsarme Bildschirme. Die Anfordernungen der TCO waren damals deutlich schärfer als die bestehende Strahlungsnorm MPR II. Nokia war der erste Hersteller, der seine Geräte zertifizieren ließ. Heute ist TCO ein globaler Standard, schätzungsweise die Hälfte aller Bildschirme auf der Welt trägt das Gütesiegel.

      TCO Development ist ein von TCO  - dem Dachverband der schwedischen Angestelltengewerkschaften - gegründetes Unternehmen. Ziel ist es, die Entwicklung von ergonomischen und ökologisch nachhaltigen IT-Produkten zu befördern.  

      Die Entwicklung des globalen Qualitäts- und Umweltgütesiegels TCO TCO 99 Siegel

      TCO'99  

      Stress, Augenprobleme und Schmerzen in Schultern, Nacken und Handgelenken sind oft Folgen von intensiver Computerarbeit. Werden diese negativen Auswirkungen verringert, können die Benutzer- /innen bessere Ergebnisse erzielen und werden so kompetentere Beschäftigten. Bildschirmstrahlung kann vielfältige gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Das war und ist der Hintergrund des TCO-Gütesiegels. TCO'99 war bereits gegen Ende der neunziger Jahren der Welt-Marktführer in der Bildschirm-Zertifizierung. Die Anforderungen im Bereich der Sehergonomie wurden gegenüber den Vorläufern TCO´92 und TCO'95 verschärft und neue Anforderungen hinzugenommen. TCO'99 umfasste Prüfkriterien auf den Feldern

      • Ergonomie
      • Emissionen (Bildschirmstrahlung) 
      • Energieverbrauch und
      • Ökologie

      und wurde vergeben für Kathodenstrahl-Bildschirme (CRT) und damals erstmals auch für Flachbildschirme, Laptops, Systemeinheiten, Tastaturen und Drucker.

      TCO _03 SiegelTCO'03 Displays - noch strengere Richtlinien  

      TCO'03 Displays war die vierte Generation der Qualitäts- und Umweltzertifizierung von TCO Development und bezog sich auf Kathodenstrahl-Bildschirme (CRT) und auf Flachbildschirme. Dieses Label wird seit Ende 2011 nicht mehr neu vergeben. 

      Mit TCO´03 wurde die Monitornorm TC0'99 verbessert und strenger gefasst. Ein Bildschirm mit TCO'03 Displays - Gütesiegel garantiert sehr gute Bildqualität mit ausgezeichneter Farbwiedergabe. Er muss ebenso Anforderungen an begrenzte Emission von umweltgefährdenden Substanzen während der Herstellung und während des Recycling-Vorgangs erfüllen. Damit ist ein solcher Bildschirm auch unter Umweltgesichtspunkten die bessere Wahl. Er verbraucht wenig Energie und man kann sicher damit arbeiten.

      TCO Certified Displays 5 - Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

      Die fünfte Generation der TCO-Gütesiegels für Bildschirme wurde 2009 aufgelegt. Die Umweltschutz-Anforderungen sind dabei noch einmal deutlich gestiegen. Zum erstmal ist auch die soziale Verantwortung in der Produktion der Geräte in die Prüfanforderungen eingeschlossen. Damit wird das TCO-Gütesiegel im Vergleich zu anderen Zeichen als ein Standard mit sehr breiter und ökologisch sehr weitreichender Qualitätsanforderung.

      Die neusten Prüfkriterien berücksichtigen die international gewachsene Anerkennung von Nachhaltigkeit in Organisationen und globalen Unternehmen. Nachhaltige Konstruktion, Fertigung und Nutzung von IT-Produkten im Sinne von ökologischen, sozialen und ökonomischen Prinzipien bildet deshalb die Grundlage für das Gütesiegel TCO Certified.

      TCO Certified Edge

      Bei TCO Certified Edge handelt es sich um eine Zusatzauszeichnung für Bildschirme, die in innovativer Weise besonders weitreichende Qualitäten bei der Gebrauchstauglichkeit und der Umweltschonung erreichen.

      TCO Certified Displays 6

      Die neuste Generation des Gütesiegels entwickelt die Anforderungen im Bereich ökologische Nachhaltigkeit, Bildqualität und soziale Verantwortung weiter. Die aktualisierten Kriterien spiegeln das wachsende Engagement für Nachhaltigkeit unter den Unternehmen weltweit wieder und werden nach öffentlicher Diskussion ab 2012 als Zertifikat für Hersteller zur Verfügung stehen. 

      TCO Certified Notebooks 4

      Dieses Gütesiegel wird in 2012 TCO Notebooks 3 ablösen. Neben den Anforderungen, wie sie an die Sehergonomie von Bildschirmen gestellt werden, gibt es Anforderungen wie sehr niedriger Energieverbrauch, niedriger Geräuschpegel und Nutzbarkeit bei Sonnenlicht. Mit dem Siegel TCO Certified Edge Notebooks ist das Notebook auch im Freien nutzbar. Display müssen dann eine Bildschirmhelligkeit von 500-800 cd/m², bei bedecktem Himmel und von 800-1000 cd/m² bei direkter Sonneneinstrahlung erreichen können.

      TCO Certified Tablets 01

      TCO ist die erste Organisation die Tablet PC´s zertifiziert, das Label ist ab 2011 erhältlich. So wie bei Bildschirmen gelten auch hier strenge Umweltanforderungen, u.a. kein Quecksilber, geringe elektrische und magnetische Felder, recyclinggerechte Konstruktion und eine gute Bildqualität als Anforderungskriterien. Hier spielt auch die Möglichkeit zum energieeffizienten Laden der Batterie eine wichtige Rolle. Die Möglichkeit des Anschlusses externer Tastaturen und Eingabeinstrumente  - Muss zur ergonomischen Nutzung am Arbeitsplatz - muss gegeben sein und uer Hersteller muss aktiv seine soziale Verantwortung wahrnehmen.

       Kriterien der TCO-Zertifizierung bei Bildschirmen

      Die Zertifizierung mit TCO Certified Displays 5 bei Bildschirmen garantiert heute eine hohen Standard der Ergonomie und der Ökologie. Es wird für LCD-Bildschirme vergeben. Spezielle Anforderungen für große Bildschirmdiagonalen über 26 Zoll enthält TCO Certified 6.

      Ergonomie

      Die ergonomischen Anforderungen umfassen die Seh-Ergonomie, also die Ergonomie der Bildschirmanzeige und die Ergonomie der Geräts, also die Möglichkeit der Einstellung des Bildschirms am Arbeitsplatz. Das ist für richtiges Sitzen und die Körperhaltung am Bildschirmarbeitsplatz wichtig.

      Die Anforderungen von TCO  Certified Display 5 an die Seh-Ergonomie umfassen u.a.:

      • gute Hintergrundhelligkeit für die Nutzung in unterschiedlichen Umgebungshelligkeiten und einen guten Kontrast, 
      • hoherr Kontrast zwischen Zeichen und Hintergrund für schnelleres und entspanntes Lesen,
      • Einstellbarkeit von Kontrast und Helligkeit in weitem Umfang für optimale Anpassung an die Umgebung und individuellen Bedürfnisse
      • gleichmäßige Anzeige zur Vermeidung von Lesefehlern und Fehlhaltungen,
      • ein breiter Sehwinkel zur flexiblen und auch seitlichen Sicht auf die Anzeige,
      • stabiles Bild ohne Zittern für entspanntes Sehen 
      • reflexionsfreie Oberfläche, um blendfrei arbeiten zukönnen
      • einstellbare Farbtemperatur, Farbgleichmäßigkeit zur naturgetreuen Farbwiedergabe und wichtig für Bildbearbeitung

      Die TCO-Anforderungen setzen auf der DIN EN ISO Teil 303 (Anforderungen an elektronisch optische Anzeigen) auf, TCO 5 geht weiter als die Norm.

      Werden die Anforderung an die refexionsarme Oberfläche nicht erfüllt, verlangt TCO einen Warnhinweis. Anforderungen an die Farbe des Gehäuses werden nicht gestellt, so dass auch schwarze Bildschirmränder akzeptierte werden - für das Sehen ist dass allerdings nicht ergonomisch.

      Ergonomie des Sitzens erfordert, dass der Bildschirm in der Höhe verstellbar ist und dass der Neigungswinkel des Geräts verändert werden kann. Das ist wichtig, um je nach Beleuchtung oder Arbeitsaufgaben die Bildschirmaufstellung optimal auszurichten. Auch die kontrastreiche Sicht von allen Seiten auf den Bildschirm ist hierfür ein wichtige ergonomische Anforderung. 

      Emissionen - Strahlung

      Strahlung kann von Bildschirmgeräten ausgehen. Bei Röhrenbildschirmen ist die Strahlungsarmut sehr wichtig gewesen, heute werden von Flachbildschirmen ebenfalls eine sehr geringe Abgabe von magnetischen und elektrischen Wechselfeldern und minimierte elektrostatische Felder gefordert. 

      Ein nach TCO geprüfter Bildschirm darf keine ionisierte Strahlung (Röntgenstrahlen) abgeben, eine Forderung an CRT-Bildschirme.

      Elektrische Sicherheit

      Es ist wichtig, dass der Bildschirm die Anforderungen für elektrische Sicherheit erfüllt. Hierzu greift TCO auf gültige Normen und gesetzliche Vorschriften zurück.

      Energie

      Insgesamt wird ein geringer Energieverbrauch zur Schonung der Umwelt gefordert. Um den Energieverbrauch zu senken, muss der Bildschirm mit einer automatischen Energiesparfunktion ausgestattet sein, die den Bildschirm nach einer definierten Zeit in einen "Schlafzustand" versetzt, wenn Tastatur und Maus eine festgesetzte Zeit lang nicht benutzt werden. Die Energiesparfunktion reduziert auch die Belastung im Raumklima, verursacht weniger Wärmeentwicklung und dadurch höhere Luftfeuchtigkeit.

      Reduzierte Gefahrstoffe und Stoffverbote

      Insgesamt soll der Bildschirm die Umwelt mit möglichst wenig gefährlichen Stoffen verschmutzen, was insbesondere während der Produktion und beim Recycling und der Verschrottung eine Rolle spielt. Der Bildschirm darf keine Schwermetalle, wie Quecksilber und Kadmium, enthalten. Ausnahmen hiervon werden bei Flachbildschirmen mit Hintergrundbeleuchtung gemacht, die Quecksilber enthalten darf. Es darf kein Blei in Plastikkomponenten, Batterien, Farben, Emaille oder Kontakten des Bildschirms sein. Hingegen ist Blei in Lötzinn erlaubt, soweit es den gesetzlichen Anforderungen und Ausnahmeregelungen entspricht.

      Plastik-Komponenten dürfen keine bromierten oder chlorierten Flammschutzmittel oder Produkte, die aus halogeniertem Plastik, wie PVC, enthalten.

      Umweltmanagement

      Die Anforderungen von TCO Development für Bildschirme betreffen auch die Organisation des Umweltschutzes in den Unternehmen. Der Hersteller muss ISO 14001 oder EMAS zertifiziert sein und damit zeigen, dass er das Thema systematisch angeht.

      Recycling

      Viele Teile eines Bildschirms können wiederverwertet werden, wie Plastikkomponenten. Darum ist es wichtig, dass diese Teile nicht metallisiert sind und keine umweltgefährdenden Stoffe enthalten. Um das Recycling zu erleichtern, dürfen die größeren Plastikteile höchstens zwei unterschiedlichen Typen von Plastik zugehören. Und Plastikkomponenten müssen gekennzeichnet sein. Die leicht Quecksliberleuchten für die Hintergrundbeleuchtung müssen leicht demontierbar sein. Die gesamte Konstruktion muss also auf das Recycling ausgerichtet sein.

      Hersteller müssen ihre Kunden darüber informieren, wo sie ihre Bildschirme recyceln lassen können. In Deutschland gibt es dazu ein System der Abgabestellen für Elektroschrott entsprechend dem Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG).

      Soziale Verantwortung

      Zusätzlich  zu Ergonomie und Ökologie wird gefordert, dass Unternehmen, die TCO-Certified zertifizierte Produkte auf den Markt bringen, aktiv ihre soziale Verantwortung für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei der Herstellung der Produkte auch bei den Zulieferern wahrnehmen. Die meisten der auf der ganzen Welt verkauften IT-Produkte werden in Asien, in Ländern wie China, den Philippinen und Taiwan produziert. In diesen Ländern arbeiten die Industriearbeiter oftmals unter äußerst schlechten Bedingungen, d.h. mit langen Arbeitstagen, extrem niedrigen Löhnen und eingeschränktem Organisationsrecht. Kinderarbeit ist dort nichts Ungewöhnliches, und auch Zwangsarbeit kommt vor. Dagegen engagiert sich TCO Development. Zür Prüfung der sozialen Verantwortung gehören Fragen wie gewerkschaftliche Rechte, Arbeitszeit, angemessener Lohn sowie Verbot von Zwangsarbeit, keine Ausbeutung von Kindern und die Einhaltung der Landesgesetze. Mit der Einführung dieser neuen Kriterien sollen die Hersteller motiviert werden, sich aktiv für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen und diejenigen, die sich bisher noch nicht mit diesen Fragen beschäftigt haben, dazu zu ermuntern. Aus diesem Grunde wurden die Kriterien 2009 noch nicht sehr streng formuliert, um nicht den größten Teil der Hersteller auszuschließen.

      Es wird dabei ein strukturiertes Vorgehen vom Unternehmen verlangt, TCO ermöglicht dabei verschiedene  - alternative - Nachweise: eine globale Unternehmensberichterstattung zur Nachhaltigkeit wie Global Reporting Initiative oder The UN Global Compact und COP Communication On Progress, die Mitgliedschaft in der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC)- eine Brancheninitiative für bessere Arbeitsbedingungen oder die Zertifizierung nach SA8000 - ein globaler Zertifizierungsstandard für vernünftige Arbeitsbedingungen.

      Übersicht Prüfkriterien Bildschirme TCO Certified 5

      Anforderungen Umweltschutz
      • Grenzwerte für gefährdliche Stoffe: Anforderungen der europäischen RoHs - Richtlinie inklusive Schwermetalle, kein Clor und Brom in Kunststoffen, begrenzte Verwendung von Flammschutzmitteln und Weichmachern
      • Energieverbrauch: aktueller Energy Star Standard
      • Umweltschutzmanagement: ISO 14000 oder EMAS
      • Soziale Verantwortung: Markeneigner weist soziale Verantwortung im Unternehmen nach
      • Produktlebenszyklus: ein Jahr garantiert
      • Verpackung: recyclebar und ohne Gefahrstoffe
      • Recyclingegerechte Konstruktion
      • Produktrücknahme: Information zum Rücknahmeverfahren
      Anforderungen Gebrauchstauglichkeit
      • Hintergrundbeleuchtung ohne Farbtönung
      • gleichmäßige Farbdarstellung
      • großes Farbspektrum Grauskala
      • einstellbare Farbtemperatur
      • hohe Anzeigenleuchtdichte
      • breites Spektrum der Helligkeitsanpassung
      • guter Kontrast zwischen Zeichen und Hintergrund
      • gleichmäßige Hintergrundbeleuchtung
      • tiefes Schwarz
      • breiter Sehwinkel
      • schnelle Bildaufbauzeit
      • reflexionsfreie Oberfläche
      • Höhenverstellbarkeit, Neigungsverstellbarkeit
      • niedrige elektromagnetische/elektrostatische Felder
      • geringe Geräuschabgabe

      Wer prüft die Einhaltung der TCO - Vorgaben?

      Die Standards der TCO-Siegel beruhen sowohl auf gesetzlichen Vorschriften als auch auf freiwilligen Vereinbarungen in aller Welt. Jeder Hersteller, der diese Anforderungen erfüllt, kann seine Produkte zertifizieren lassen.  

      TCO Certified umfasst nicht nur Anforderungen, sondern auch Testmethoden zur Überprüfung dieser Vorgaben. Das heißt aber nicht, dass die TCO alle Geräte oder Gerätetypen, die die TCO-Zeichen tragen, selbst getestet hat. Der Hersteller, der bei der TCO die Vergabe eines Gütesiegels beantragt, muss die Einhaltung der Anforderungen durch Vorlage entsprechender Testberichte nachweisen. Unabhängige Dritte, und zwar beim schwedischen Staatlichen Amt für Technische Akkreditierung (SWEDAC) akkreditierte Labore, prüfen die Qualität von Produktmustern.

      TCO kontrolliert und überwacht auch nach der Vergabe des Gütesiegels regelmäßig, ob der Hersteller die Anforderungen weiterhin erfüllt. TCO behält sich Stichproben vor, auch in den Fertigungsstätten der Hersteller. 

      Für die Vergabe des TCO-Zeichen müssen alle Kriterienbereiche erfüllt werden und hier wird in den Prüfkatalogen zwischen Ergonomie, Umweltschutz und Sozialstandards abgewogen.

      Nutzen für Käufer und Beschaffer

      Die TCO-Gütesiegel helfen dem Käufer, wichtige Kriterien bei der Anschaffung von IT-Geräten und Büroausrüstung zu erkennen und fördern die Verbreitung nachhaltiger Verbrauchs- und Produktionsmuster.

      Neben den Beschäftigten selbst gibt es dabei noch eine wichtige Gruppe von Schlüsselpersonen: die betrieblichen Einkäufer. Sie können durch die TCO-Siegel wichtige Anhaltspunkte für Qualitäts- und Umweltkriterien bekommen. Das Siegel hilft Organisationen und ihren Einkäufern also dabei, Zeit und Geld bei der Suche nach guten Produkten zu sparen. Das klappt auch schon sehr gut, soweit es um Bildschirme geht. Auf diesem Gebiet sind die TCO-Siegel weltweit führend und sehr bekannt.

      TCO hat insgesamt maßgeblich dazu beigetragen, die Qualitätsentwicklung von Bildschirmgeräten voranzutreiben.

      Standards für Betriebe setzen

      Wenn Betriebs- und Personalräte als Vertreter der Beschäftigten Sehr gute Qualtiätsstandards absichern wollen, dann haben sie dazu die Möglichkeit, indem sie beispielsweise in Betriebs- oder Dienstvereinbarungen regeln, dass beim Einkauf entsprechender Gerät immer TCO-zertifizierte Produkte den Vorzug bekommen. Daraufhin könnten und müssten die Einkäufer im Unternehmen schon in ihren Ausschreibungen für IKT-Produkte die Standards von TCO-Development verwenden.

      Denn nur so wird es für die Hersteller interessant, sich um die Themen Qualität und Nachhaltigkeit zu kümmern. Solange von Anwenderseite aber nur auf die Kosten geschaut wird, werden die Hersteller bei ihrer „Hauptsache-billig“-Haltung bleiben.

      Eine Datenbank ermöglicht die schnelle Suche nach Herstellern und ihren TCO-zertifizierten Produkten auf www.tcodevelopment.com.  
       

      Der Servicebereich

      Informationen zu TCO Development

      Weitere Informationen zu TCO unter www.tcodevelopment.com.  

      Die kompletten Zertifizierungsstandards und Auflistungen der Unterschiede zwischen TCO'03 Displays, TCO Certified Displas 5 und 6 können als PDF dort heruntergeladen werden.

      Datenbank mit den nach TCO zertifizierten Bildschirmen im Internet:
      http://www.tcodevelopment.de oder http://www.tcodevelopment.com/pls/nvp/!tco_search  

      Weitere Informationen zu TCO-PrüfsiegelnTCO Development, Maria Sjölund, maria.sjolund@tcodevelopment.com,  Schweden tel 8 782 9200 

      Literatur

      Bücher & Broschüren

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      Letzte Änderung: 12.2.2012

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