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Grundwissen
Arbeitgeber/Unternehmer - Verantwortung und Pflichtenübertragung

Autorin: Regine Rundnagel


Für den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb ist der Unternehmer/ Arbeitgeber verantwortlich. Das schreibt das Arbeitsschutzgesetz vor.

 

Für Schnellleser/innen:

Der Arbeitgeber wird von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten beim Arbeits- und Gesundheitsschutz unterstützt. In größeren Betrieben wird er Aufgaben an Führungskräfte delegieren. Wie das vonstatten zu gehen hat und welche Aufgaben der Arbeitgeber und seine Führungskräfte im Einzelnen haben, ist genau vorgeschrieben.

  • Fachliche Grundlagen
  • Möglichkeiten der Interessenvertretungen
  • Rechtliche Grundlagen

Fachliche Grundlagen

Zuständig für Sicherheit und Gesundheit

Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Verhältnisse am Arbeitsplatz und das Verhalten der Beschäftigten den Anforderungen des Schutzes der Gesundheit und der Sicherheit genügen. Dazu muss er die notwendigen sachlichen, organisatorischen und personellen Maßnahmen ergreifen.

Konkretisiert werden die im Arbeitsschutzgesetz beschriebenen allgemeinen Aufgaben in weiteren staatlichen Verordnungen und der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention". Auch das Sozialgesetzbuch VII betont die Verantwortung des Unternehmers zur Verhütung von Unfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen.

Unterstützung durch fachliche Berater

Arbeits- und Gesundheitsschutz ist kontinuierlich weiter zu entwickeln, weil sich Arbeitsanforderungen, Technik und die Erkenntnisse zu Gesundheit und Arbeit verändern. Um das leisten zu können, wird der Arbeitgeber durch die von ihm benannten und gesetzlich vorgeschriebenen Berater/Beraterinnen, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte unterstützt. Sie verfügen über die Fachkunde und kennen die gesetzlichen Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Der Arbeitsgeber hat sie sorgfältig auszuwählen. Für kleine Betriebe gibt es Alternativen zur Pflicht, Berater zu bestellen.
Auch die Unfallversicherungsträger, die Berufsgenossenschaften/Unfallkassen, die Krankenkassen oder die staatlichen Arbeitsschutzbehörden haben einen Beratungsauftrag für Betriebe.

Übertragung der Pflichten auf Führungskräfte

In größeren Betrieben ist es notwendig, Aufgaben für den Arbeitsschutz vom Arbeitgeber auf die verschiedenen Führungsebenen zu übertragen. Führungskräfte mit Personalverantwortung übernehmen die Verantwortung für Sicherheit und Gesundheitsschutz in ihrem Bereich. Über die Art und Weise und Umfang entscheidet der Arbeitgeber.

Die Verantwortung der Führungskräfte reicht so weit, wie ihnen Weisungs- und Organisationsbefugnisse übertragen sind.

Führungskräfte sollten ihren Arbeitgeber informieren, wenn ihnen Mittel fehlen. Wenn sie Maßnahmen für sinnvoll halten, die über ihre Kompetenzen hinausgehen, ist es wichtig, den nächsthöheren Vorgesetzten zu informieren und eventuell vorläufige Sicherungsmaßnahmen einzuleiten, beispielsweise bei Gefahr im Verzug.

Die Pflichtenübertragung entbindet den Arbeitgeber nicht vollständig, er muss laufend prüfen, ob seine Führungskräfte der Verantwortung nachkommen.

Form der Pflichtenübertragung

Das Arbeitsschutzgesetz und die DGUV Vorschrift A1 schreiben eine schriftliche Pflichtenübertragung an die Führungskräfte vor.

Führungskräfte sind allerdings auch ohne eine schriftliche Übertragung nach den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches und des Ordnungswidrigkeitengesetzes verpflichtet, in ihrem Bereich für Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sorgen. Bereits Mitarbeiter/innen, die andere anlernen haben eine - hierbei vorübergehende - Schutz- und Fürsorgepflicht für ihren Verantwortungsbereich.

Die konkreten Pflichten sollten immer in einer schriftlichen Beauftragung übertragen werden.

Aufgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die Verantwortung des Arbeitgebers oder der Führungskräfte umfasst grundlegende Aufgaben der Gestaltung und laufende Kontrollen.
Grundlegende Aufgaben
  • Planung und Gestaltung
    Berücksichtigung von Fragen der Sicherheit, der ergonomischen Gestaltung der Arbeit und des Gesundheitsschutzes bei der Planung und Gestaltung von Arbeitsabläufen, Arbeitsinhalten, Arbeitsplätzen, Arbeitsstätten, bei der Auswahl von Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen und bei Auswahl und dem Einsatz von Beschäftigten.
  • Vollständige Gefährdungsbeurteilung
    Gefährdungsbeurteilungen durchführen oder veranlassen.
  • Maßnahmen
    Maßnahmen zum Arbeitsschutz unter Berücksichtigung der Umstände, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen.
  • Organisation
    Aufbau einer angemessenen Organisation des Arbeitsschutzes. Aufgaben müssen auf verantwortliche Führungskräfte übertragen, beratende Fachkräfte für Arbeitsschutz, Sicherheitsbeauftragten, Ersthelfer oder Betriebsärzte müssen bestellt und ein Arbeitsschutzausschuss muss gegründet werden.
  • Notfall und Erste Hilfe
    Je nach Art der Arbeitsstätte und Tätigkeiten Maßnahmen zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung sowie Maßnahmen für besonders gefährliche Arbeitsbereiche treffen.
  • Unterweisung und Vorsorge
    Ausreichende und angemessene Unterweisungen treffen und eine arbeitsmedizinische Vorsorge möglich machen.
  • Persönliche Schutzausrüstung
    Persönliche Schutzausrüstung, etwa Bildschirmbrillen, Sicherheitsschuhe oder Schutzkleidung bereitstellen.
Regelmäßige Kontrollen
  • Laufende Prüfung
    Laufende Überprüfung der Umsetzung und der Wirksamkeit von Maßnahmen. (Umsetzungskontrolle und Wirksamkeitskontrolle)
  • Kontinuierliche Verbesserung
    Laufende Verbesserung der Schutzmaßnahmen bei Berücksichtigung der gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen und des Stands der Technik sowie der möglichen Veränderungen durch neue Arbeitsabläufe, Technik oder eingesetztes Personal. (kontinuierliche Verbesserung)
  • Beseitigung von sicherheitswidrigen und gesundheitsgefährdenden Zuständen.
  • Einwirkung auf Beschäftigte bei gefährdendem Verhalten (Beanstandungen, Anweisungen, Vorbildverhalten).
  • Einstellung von gefährlichen Arbeiten, wenn erforderlich.

Beteiligung

Arbeitnehmerähnliche Personen
Sind mehrere Arbeitgeber am Arbeitsplatz tätig, wie das bei Baustellen der Fall ist oder bei Umbauten im Betrieb, müssen sie zusammenarbeiten. Für Leiharbeitnehmer/innen sind der Entleiher und der Verleiher gemeinsam für den Arbeitsschutz verantwortlich.

Fremdbeschäftigte, wie Freelancer oder Handwerker, greifen durch ihr Verhalten in die Abläufe des Betriebes ein. Deshalb sollten auch sie auf sicherheits- und gesundheitsgerechtes Verhalten verpflichtet werden. Das kann per Vertrag geschehen.

Die Beschäftigten

Die Verhütung von arbeitsbedingten Erkrankungen und von Unfällen ist nur mit Beteiligung der Beschäftigten erfolgreich möglich.

Teamorientiertes Arbeiten, Organisations- oder Qualitätsentwicklungsprozesse, regelmäßige Weiterbildung sind gute Voraussetzungen für Führungskräfte, um Fragen der Arbeitsplatzgestaltung und des gesundheitsgerechten Verhaltens in den normalen Geschäftsablauf zu integrieren und damit die Eigenverantwortung der Betroffenen zu stärken.

Beschäftigte haben Rechte und Pflichten in Arbeitsschutz, das ist im Arbeitsschutzgesetz und in der DGUV Vorschrift 1 geregelt. Sie haben das Recht, Verbesserungsvorschläge zu machen und müssen den Anweisungen und Unterweisungen folgen. Sie müssen Sorge für ihre Sicherheit tragen und für die Sicherheit von Dritten, die von ihren Handlungen abhängig sind.

Sie haben auch das Recht, immer dann wenn der Arbeitgeber gravierende Sicherheitsmängel wiederholt nicht abstellt, die Aufsichtsbehörden einzuschalten.

Möglichkeiten der Interessenvertretungen
Betriebs- und Personalrat
Der Betriebsrat oder Personalrat hat die Möglichkeit, seine Beteiligungsrechte bei der Festlegung von Auswahlrichtlinien für Führungskräfte mit Arbeitsschutzverantwortung und bei personellen Einzelmaßnahmen geltend zu machen. Er hat Mitbestimmungsrechte bei der Übertragung von Arbeitsschutzaufgaben, zum Beispiel die Unterweisung, auf Führungsebenen.
Kooperation
Arbeiten Führungskräfte und die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt zusammen, so steigt die Effektivität des Arbeitsschutzes. Rechtzeitiges Einbeziehen dieser Berater und auch des Betriebsrats bei Planungen und Umgestaltungsmaßnahmen vermeidet kostenintensive Nachbesserungen.

Rechtsfolgen und Rechtssicherheit

Für die Folgen von Versäumnissen bei der Umsetzung von Arbeitsschutzpflichten haften der Arbeitgeber und die Führungskräfte in ihrem jeweiligen Bereich. Das kann das Strafrecht, das Ordnungswidrigkeitsrecht oder das Arbeits- und Zivilrecht betreffen.

Vorsätzliche oder fahrlässige Pflichtverletzungen werden je nach Art und Schwere mit Freiheits- oder Geldstrafen, mit Verwarnungs- oder Bußgelder, Schadensersatz- oder Regressforderungen der Unfallversicherungsträger geahndet. Abmahnungen oder Kündigungen sind möglich.

Beispiel für Rechtsfolgen

Ein Unternehmer beauftragt zwei Beschäftigte, Lichtkuppeln und Dachausstiege auf einem ca. 30 m hohen Flachdach abzudichten.
Die Berufsgenossenschaft stellte bei der Besichtigung fest, dass eine feste Absperrung nach BGV C 22 "Bauarbeiten" fehlt. Trotzdem wurde von den Beschäftigten keine Absturzsicherung benutzt (BGV Bauarbeiten). Gegen den Unternehmer wurde ein Bußgeld festgesetzt. Er hat die Verfahrenskosten zu tragen.


Rechtliche Grundlagen

Rechtsquellen und Normen

Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
    • § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
    • § 8 Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber
    • § 13 Verantwortliche Personen

  • Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)

  • Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) 
    • § 21 Verantwortung des Unternehmers, Mitwirkung der Versicherten 
    • Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG ) 
    • § 130 Verletzung der Aufsichtspflicht in Betrieben und Unternehmen

  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) 
    • § 618, 619 Pflicht zu Schutzmaßnahmen

  • Handelsgesetzbuch (HGB) 
    • § 62 Fürsorgepflicht des Unternehmens

  • Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG )

    Staatliche Informationen und Leitlinien
  • Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik: Bußgeldkataloge zur Arbeitsstättenverordnung. LASI LV 56
DGUV Vorschriften, Informationen und Regeln
  • Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1: Grundsätze der Prävention
  • § 2 Grundpflichten des Unternehmers
  • § 6 Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer
  • § 13 Pflichtenübertragung
  • Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2: Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit

  • DGUV Information 211-001 Übertragung von Unternehmerpflichten 2008 (früher BGI 508)

  • DGUV Information 211-016: AMS - Arbeitsschutz mit System. 2008 (früher BGI 5023)
Rechtsprechung
  • BAG vom 18.3.2014 1 ABR 73/12:
    Mitbestimmung bei Organisation Arbeitsschutz

    Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, damit auch bei Übertragung der Aufgaben des Arbeitsschutzes auf Führungsebenen, zum Beispiel wie im vorliegenden Fall auf die Meister. Die durch die allgemeinen Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes eröffneten Gestaltungsmöglichkeiten unterliegen der Mitbestimmung des Betriebsrates.

  • VG-AUGSBURG 20.12.2012, AZ: AU 2 K 11.632
    Arbeitsschutzverantwortung bei Universitätsprofessoren

    Die Übertragung arbeitsschutzrechtlicher Pflichten an beamtete Universitätsprofessoren im Rahmen des dem Dienstherrn zur Verfügung stehenden dienstrechtlichen Organisationsrechts stellt im Regelfall keinen rechtswidrigen Eingriff in die grundrechtlich geschützte Freiheit von Forschung und Lehre dar.

  • LAG-MECKLENBURG-VORPOMMERN 11.11.2008, AZ: 5 TABV 16/08
    Organisation des Arbeitsschutzes ist Einigugsstellenfähig

    Der Antrag auf Einrichtung einer Einigungsstelle kann nur bei einer offensichtlichen Unzuständigkeit der Einigungsstelle abgelehnt werden (§ 98 ArbGG). Der Antrag eine Einigungsstelle mit dem Regelungsgegenstand einzurichten "Organisatorische Maßnahmen zur Einbeziehung des betrieblichen Arbeitsschutzes und seiner Wirksamkeitskontrollen in die betrieblichen Führungsstrukturen", kann nicht abgelehnt werden, da es gewichtige Stimmen in der Literatur gibt, die annehmen, dass der Betriebsrat bei der Ausfüllung und Umsetzung der Vorgaben aus § 3 ArbSchG nach § 87 Absatz 1 Nr. 7 BetrVG zu beteiligen sei.

  • Berliner Oberverwaltungsgericht 27.3.2001, AZ: 60 PV 8.00
    Keine Mitbestimmung bei Pflichtenübertragung an Schulleiter

    Die Entscheidung über die Übertragung von Arbeitsschutzaufgaben, auch die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten, an Schulleiter unterliegt nicht der Mitbestimmung an 3 85 (1) Nr. 7 BlnPersVG.

Literatur

Becker, Karina/ Brinkmann, Ulrich/ Engel, Thomas/ Satzer, Rolf:
Handbuch Gesundheit & Beteiligung. Neue Instrumente für den Gesundheitsschutz in Betrieben & Behörden.
2. aktualisierte Ausgabe. Hamburg (VSA-Verlag) 2014

GDA Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie/INQA Initiative Neue Qualität der Arbeit (Hrsg.):
GDA-ORGAcheck. Arbeitsschutz mit Methode - zahlt sich aus.
2013

Freistaat Thüringen (Hrsg.):
Arbeitsschutz will organisiert sein! Ein Ratgeber für kleine und mittlere Unternehmen.
Thüringer Landesbetrieg für Arbeitsschutz und technischen Verbraucherschutz.

Mai 2012

Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie GDA (Hrsg.):
Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes.
Stand 2011

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEM (Hrsg.):
Verantwortung in der Unfallverhütung. o.J.

Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (Hrsg.):
Verantwortung im Arbeitsschutz. Rechtspflichten. Rechtsfolgen. Information B2, 2011

Berufsgenossenschaft Chemie BG RCI (Hrsg.):
Verantwortung im Arbeitsschutz. Rechtspflichten. Rechtsfolgen. Rechtsgrundlagen. Merkblatt A 006

Zum Vertiefen:


Kothe/Faber/Feldhoff (Hrsg.):
Gesamtes Arbeitsschutzrecht. Handkommentar.
Baden-Baden (Nomos) 1. Auflage 2014

Pieper, Ralf:
ArbSchR. Arbeitsschutzrecht. Kommentar für die Praxis zum Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz und zu den anderen Arbeitsschutzvorschriften,
Frankfurt am Main (Bund-Verlag), 5. Auflage, 2012

J. Spinnarke/G. Schork (Hg.):
Arbeitssicherheitsrecht.
Kommentar und Sammlung. Kommentar zum Arbeitssicherheitsgesetz und zum Arbeitsschutzgesetz mit allen wichtigen Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen,
(ecomed Verlag), Loseblattsammlung und CD-ROM mit Booklet

Badura, B.:
Sozialkapital: Grundlagen von Gesundheit und Unternehmenserfolg.
Berlin (Springer) 2008

RKW Kompetenzzentrum (Hrsg.):
Kompetent, sicher und gesund - Arbeit in Hessen: Führung im Fokus.
Dokumentation der Fachtagung 27.11.2006 in Frankfurt


Verwandte Themen
  • Arbeitsschutzgesetz
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Arbeitssicherheitsgesetz
  • Grundprinzipien der Gestaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb
  • Beurteilung der Arbeitsbedingungen
  • Unterrichtung und Unterweisung
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Altersgerechte Arbeit - Demografie - Check
  • Gesunde Führung

Der Servicebereich

Rechtsquellen und Normen

Gesetze und Verordnungen
  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
    • § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
    • § 8 Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber
    • § 13 Verantwortliche Personen
  • Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
  • Sozialgesetzbuch VII (SGB VII)
    • § 21 Verantwortung des Unternehmers, Mitwirkung der Versicherten 
  •  Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG )
    • § 130 Verletzung der Aufsichtspflicht in Betrieben und Unternehmen
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    • § 618, 619 Pflicht zu Schutzmaßnahmen
  • Handelsgesetzbuch (HGB)
    • § 62 Fürsorgepflicht des Unternehmens  
  • Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG )  
Staatliche Informationen und Leitlinien
  • Länderausschuß für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik: Bußgeldkataloge zur Arbeitsstättenverordnung. LASI LV 56,  download unter www.lasi.osha.de
  • Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie: GDA-Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, download unter www.gda-portal.de

Berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Informationen und Regeln
  • Berufsgenossenschaftliche Vorschrift BGV A1 und GUV-V A1: Grundsätze der Prävention
    • § 2 Grundpflichen des Unternehmers
    • § 6 Zusammenarbeit mehrerer Unternehmer
    • § 13 Pflichtenübertragung 
  • Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2: Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • GUV-Information GUV-I 8631: Organisation des Arbeitsschutzes. Grundlagen zur Integration des Arbeitsschutzes in die Organisation, Bundesverbandder Unfallkassen 2005
  • GUV-Information GUV-I 8563: Aufgaben, Pflichten, Verantwortung und Haftung im innerbetrieblichen Arbeitsschutz. 2002

  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 508: Übertragung von Unternehmerpflichten. 2008 

  • Berufsgenossenschaftliche Information  BGI 5023: AMS - Arbeitsschutz mit System, Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 2008
  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 5132: GMS – Gesundheit mit System, Verwaltungs-Berufsgenossenschaft 2008

  • Berufsgenossenschaftliche Information BGI 7010, Reihe Gesund und fit im Kleinbetrieb: Arbeiten: Entspannt - gemeinsam - besser. 2007

 Rechtsprechung
  • BAG vom 18.3.2014 1 ABR 73/12:
    Der Betriebsrat hat mitzubestimmen bei der Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes, damit auch bei Übertragung der Aufgaben des Arbeitsschutzes auf Führungsebenen, zum Beispiel wie im vorliegenden Fall auf die Meister. Die durch die allgemeinen Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes eröffneten Gestaltungsmöglichkeiten unterliegen der Mitbestimmung des Betriebsrates. 

     

Literatur

 - Zum Einlesen:  

Becker, Karina/ Brinkmann, Ulrich/ Engel, Thomas/ Satzer, Rolf:
Handbuch Gesundheit & Beteiligung. Neue Instrumente für den Gesundheitsschutz in Betrieben & Behörden.
2. aktualisierte Ausgabe. Hamburg (VSA-Verlag) 2014

Kothe/Faber/Feldhoff (Hrsg.):
Gesamtes Arbeitsschutzrecht. Handkommentar.
Baden-Baden (Nomos) 1. Auflage 2014

GDA Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie/INQA Initiative Neue Qualität der Arbeit (Hrsg.):
GDA-ORGAcheck. Arbeitsschutz mit Methode - zahlt sich aus. 
2013, www.gda-portal.de

GDA (Hrsg.):
Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes
2011, www.gda-portal.de

Freistaat Thüringen (Hrsg.):
Arbeitsschutz will organisiert  sein! Ein Ratgeber für kleine und mittlere Unternehmen.
Thüringer Landesbetrieg für Arbeitsschutz und technischen Verbraucherschutz.
Mai 2012, download unter www.thueringen.de/de/tlatv/

Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie GDA (Hrsg.):
Leitlinie Organisation des betrieblichen Arbeitssschutzes.
Stand 2011, download unter www.gda-portal.de

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse BG ETEM (Hrsg.):
Verantwortung in der Unfallverhütung.  o.J.    

Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (Hrsg.):
Verantwortung im Arbeitsschutz. Rechtspflichten. Rechtsfolgen. Information B2, 2011

Berufsgenossenschaft Chemie (Hrsg.):
Verantwortung im Arbeitsschutz. Rechtspflichten. Rechtsfolgen. Rechtsgrundlagen. Merkblatt A 006 

 - Zum Vertiefen:  

Pieper, Ralf:
ArbSchR. Arbeitschutzrecht. Kommentar für die Praxis zum Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz und zu den anderen Arbeitsschutzvorschriften,
Frankfurt am Main (Bund-Verlag), 5. Auflage, 2012

J. Spinnarke/G. Schork (Hg.):
Arbeitssicherheitsrecht.
Kommentar und Sammlung. Kommentar zum Arbeitssicherheitsgesetz und zum Arbeitsschutzgesetz mit allen wichtigen Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen,
Heidelberg (Forkel Verlag), 50. Auflage 2010, CD-ROM mit Booklet

Badura, B.:
Sozialkapital: Grundlagen von Gesundheit und Unternehmenserfolg.
Berlin (Springer) 2008

RKW Kompetenzzentrum (Hrsg.):
Kompetent, sicher und gesund - Arbeit in Hessen: Führung im Fokus.
Dokumentation der Fachtagung 27.11.2006 in Frankfurt
 download Führung im Fokus  ( 1,6 MB)

 

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Letzte Änderung: 19.11.2005

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Rechtsquellen
  • Arbeitsschutzgesetz
  • Sozialgesetzbuch VII (SGB VII)
  • Ordnungswidrig-
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  • Berufsgenossenschaft Chemie:
    Verantwortung im Arbeitsschutz. 
    Merkblatt A 006 2/2004

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